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 Herdenplatz

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BeitragThema: Re: Herdenplatz   Do Sep 09, 2010 7:50 pm

»Courage
Heller Sonnenschein brach hinter einer dünnen Wolkendecke hervor und schien Überhand am taghellen Himmel zu gewinnen. Die Nacht zog von Dannen und wohl war die Frage von der jungen Elfe wohl kein Centstück mehr wert. Vögel saßen in dem Geäst der Bäume und zwitscherten fröhlich vor sich hin. Unbekannte und doch schöne Klänge kamen tief aus der Kehle und verließen die kurzen Schnäbelchen, welche alle in einem matten gelb erstrahlten. Blumen krochen aus dem Boden und zeigten sich in ihrer Pracht und Vielfalt. Das Wasser des Flusses plätscherte hin zu dem See, wo sich ein großer Teil des Wassers auf staut. Ruhig und gelassen legte Marjani den Blick wieder auf den Grauschimmel, unter dem seiner Haut sich anmutig die Muskeln zeigen ließen und nur so prahlten, doch fehlte die geglaubte Arroganz in dem Benehmen und der melodischen Stimme des Hengstes, welche doch einen maskulinen Unterton hatte. »Du sprichst in Rätseln. Wieso sollte ich es als Kompliment sehen? Bitte erklär es mir.« Marjani fing regelrecht an zu flehen und doch redete sie weiterhin mit dem sanften Klang ihrer Stimme und ließ den Blick auf dem maskulinen Körper des Hengstes ruhen. Sachte erwiderte die gebrechliche und glasige Fee mit ihren vernarbten Mundwinkeln das Lächeln des Hengstes und ließ es auf der gleichen, vollkommen Basis beruhen.
Ohne ein Wort zu sagen nahm sie die nächste Antwort des Hengstes entgegen und Marjani war froh, den Namen des Tales erfahren zu haben, denn fühlte sich ihr neues Leben nicht mehr so fern und fremd an. »Genau. Nein, ich weiß es nicht, ich habe nur den Verdacht geschöpft, da das hier ein großes Gebiet ist, welches sich perfekt für eine Herde eignet und sie von den Stuten umringt wurden. Natürlich kann es auch heißen, dass sie sehr begehrt sie, was Stuten betrifft, doch hat es mit der Füchsin auf mich einen anderen Eindruck gemacht oder habt ihr Beziehungsprobleme?« Langsam taute das Eis und Jani redete ohne kein bisschen Wissen, doch sprach sie ihre Gedanken aus und das war wohl das wichtigste, nämlich Vertrauen.
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Courage
Leithengst der Grease


Anzahl der Beiträge : 135
Anmeldedatum : 20.03.10

Pferdesteckbrief
Copright des Bildes: www.slawik.com
Geschlecht: Hengst
Herde: Grease

BeitragThema: Re: Herdenplatz   Mo Sep 13, 2010 6:05 pm

tut mir leid - möchte dich nicht vom playen aufhalten & schicke ihn deswegen erstmal bisschen von ihr weg.
an die herdenmitglieder & die welche werden wollen : bald wird sich alles ein wenig ändern. wird ein wenig chaos geben. :'D


Anscheinend verstand sie nicht, weshalb sein Kompliment eines war, was zu eine Bedeutung es trug, wenn er es in diesem Zusammenhang sprach; Sorgen, dass er sie verspotten würde, brauchte sie sich nicht zu machen, denn lag dies weniger in seiner Natur. Er nickte leicht, lächelte dabei verschmilzt, ehe er einen kleinen Schritt auf sie trat. Sie brauchte keine Angst zu haben, er würde sie nun nicht bedrängen, sie brauchte nicht zurückweichen, denn käme er nicht näher. Die Distanz, die nun, wo er in ihre dunklen Augen sah, war genug. "Würden Sie sich vor einem Unschuldsengel fürchten?"
Seine Stimme verklang mit dem Schritt den er wieder von ihr trat, mit dem Windstoß, der um ihre Körper huschte, sanft die bereits getrocknete Mähne des Hengstes aufwirbeln ließ, ganz sacht, sodass sie schnell wieder in ihre Ausgangsposition zurückgelang.
Die Schimmlin schien freundlich gesinnt, ein Glück, dennoch war er momentan nicht in der Verfassung, Unterhaltungen über Beziehungen zu führen. Erinnerungsstücke blitzten in seinem Kopf auf, die Bilder der Vergangenheit brannten wie Feuer, rissen bereits verheilte Wunden wiedermals auf. Er schnaubte, versuchte sich nichts von dem, was in ihm vorging, anmerken zu lassen, sodass sie keinerlei Fragen mehr hätte stellen müssen. "Es kann viel heißen. Ihre erste Vermutung war jedoch richtig - ich bin der Leithengst, der nun kurz weghuschen wird, um seinen Durst zu stillen", säuselte er, grinste über beide Ohren, ehe er - noch einmal nickte er ihr zu, zwinkerte - sich von ihr entfernte, auf hin zum Fluss.
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BeitragThema: Re: Herdenplatz   Mi Sep 15, 2010 3:47 pm

»Courage. Wer möchte?
Die Vergangenheit ruhen zu lassen schien eine zweite Bedeutung von 'Das Leben ruhen lassen'. Wer konnte sein Leben einfach so hinschmeißen? Niemand. Wer wollte einfach so sterben? Niemand, abgesehen von Ausnahmefällen. Die Vergangenheit gehörte zum Leben, egal wie schwer sie war und auch, wenn man sich von ihr befreien möchte, ein unmöglicher Akt der Tatsache. Die zarte Koralle würde für immer und ewig mit dieser Vergangenheit unter einem Dach leben, doch versuchte Marjani sie so gut wie möglich zu verdrängen. Nie hatte sie irgendetwas Böses getan und so musste sie auch nie dafür sündigen. Jani war ein Unschuldsengel, ein Unschuldslamm. Einen Mord konnte man ihr nicht an den Hals hägen, jeder würde das für zu verrückt halten und sie würde heil aus der Sache heraus kommen.
Die zarte Stimme des Grauschimmels erklang und aufmerksam stellten sich die grazilen, reinweißen und flauschigen Ohrmuscheln der jungen Stute in die Richtung des Hengstes auf. Geduldig lauschte die Weiße den Worten des Fremden und ließ sie sich einige Male durch den Kopf gehen.
»Nein.« Sachte lächelte das Mädchen den imposanten Hengst an und begann langsam die Worte zu verstehen und so auch das Kompliment in ihnen. Marjani bemerkte erst, als der Hengst von ihr weg trat, dass sie sich einmal näher als sonst gestanden hatten und so war die Platzangst erst gar nicht aufgetischt worden. Ein kleiner Stein fiel dem Mädchen von ihrem rosigen und doch geschundenen Herzen. Der Wind umschlung den Körper des Grauschimmels und änderte mit der Zeit seine Richtung, sodass auch Jani noch heftig von ihm umschlungen wurde und nur still ihre Gefühle beobachten konnte. Wieder lauschte die Weiße höflich und aufmerksam den Worten des Hengstes, doch genoss Marjani auch den zarten Klang der maskulinen Stimme. Langsam brannte sie sich wie ein Brandzeichen in ihr Gedächtnis und das Feenmädchen war sich sicher, so schnell würde sie diese Stimme nicht vergessen. Eine Spur von Traurigkeit schleierte trüb wie ein Schleier über die Augäpfeln der Stute, als sie begriff, das somit sich ihre Wege trennten. »Auf Wiedersehen und Viel Glück auf all ihren Wegen.« Sehnsüchtig schaute Marjani zu, wie der Leithengst seinen leeren Herdenplatz zurück ließ, um sich rasch stärken zu gehen. Das Mädchen verharrte an dieser Stelle und blickte ins Leere, ihr Blick glasig und ihr Körper war angespannt. Die Erinnerungen kochten...
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