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 Herdenplatz

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Courage
Leithengst der Grease


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BeitragThema: Herdenplatz   Sa Sep 04, 2010 5:06 pm

Hier halten sich die Herdenmitglieder auf.
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Courage
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BeitragThema: Re: Herdenplatz   Sa Sep 04, 2010 8:47 pm

Wer will?
Es regnete, verdammt, es regnete und dies, obgleich Courage es dem Himmel nicht erlaubt hatte, nun auf ihn zu weinen und sein eh schon verdreckt wirkendes Fell, anzugreifen. Ob es ein Versuch war, den prächtigen Hengst zu säubern, lag als unbeantwortete Frage schwebelos in der Luft, eine Deutung darauf, dass sie sich jemand krallen würde, gab es nicht an diesem nun doch recht einsam wirkenden Platz. Die Jungpferde, die sein Leben erhellten, unterhielten sich, verbrachten augenscheinlich am liebsten Zeit mit ihren Altersgenossen als mit dem für sie wohl alt scheinenden Herr, der momentan blöd durch die Gegend schaute. Nein, es war nichts los, nein, es gab niemanden, der ihn aufsuchte.
Wohlmöglich jedoch war dies auch besser so, denn war seine Laune an jenem veregneten Tag an einem Tiefpunkt, die Verachtung gegen jene Tropfen, die erbarmungslos auf die Welt hinabfielen, sein seidenes Fell benetzten, war erkennbar auf seinem Antlitz.
Seine Ohren waren zur Seite gekippt, seine Augenlider waren sich näher als sonst, lungerten träge auf seinem tiefbraunen Augenmerk, welches er nun auf einen Baum ruhen ließ.
Ein Baum, groß und grün. Wirkliche Aufheiterung schenkte dieser jedoch nicht, denn erkannte er kein zartes Lächeln auf ihn, das ihn hätte anstecken können, das ihn hätte animiert, sich zu erfreuen über das Glücke des Lebewesen. Der Baum stand da einfach nur, wirkte leblos auf den Hengst, der seinen Blick von ihm riss.
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Gracidea



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BeitragThema: Re: Herdenplatz   Sa Sep 04, 2010 9:06 pm

Die junge Stute hatte das Gefühl, dass der Regen mit ihr durch das Land zog. Seit langer Zeit war sie auf der Suche nach nirgendwo, vielleicht auch nach einer Herde, in der sie sich niederlassen konnte, nach einem Zuhause, in dem sie willkommen war und in dessen Gemeinschaft sie gehörte. Die schwarzen Hufe der Stute schlugen auf und sobald sie ihre Beine wieder für den nächsten Galoppsprung hob, warf sie Massen von Matsch hinauf.
Sie hatte das Gefühl, ihre Beine würden bald unter ihr zusammenbrechen. Wie lange war sie schon auf der Reise? Monate, wenn nicht schon ein Jahr, und nun plagte sie auch der Hunger; sie hatte seit Stunden nichts gegessen. Den Schmerz der halbwegs verheilten Wunde am rechten hinteren Sprunggelenk spürte sie schon gar nicht mehr, genau so wie den Rest ihrer Beine. Abrupt blieb Gracidea stehen, ihre erschöpften, sonst so starken Beine würden sie bald nicht mehr tragen können. Die tiefschwarzen Augen der Stute suchten die nähere Umgebung ab, selbst wenn sie nicht wusste, wonach sie überhaupt Ausschau hielt. Sie sollte sich dringend einen sicheren Platz für die Nacht suchen, bestenfalls einen trockenen.
Gracidea atmete schwer, schrat nach einem Augenblick wieder voran, nun in einem müden Schritt, die Nase wenige Zentimeter über dem nassen Gras. Der Geruch war durch den Regen kaum zu erkennen, oder sie bildete es sich einfach nur ein, aber hier irgendwo in der Nähe musste vor kurzem ein Pferd, oder vielleicht mehrere gewesen sein.
Abermals blieb die Rappschimmelstute stehen, sah sich wieder um, doch es war keiner zu sehen. Ein Seufzen verließ sie, sie ging weiter in Richtung einer Baumgruppe, die ihr hoffentlich etwas Schutz vor dem aggressiven, prasselnden Regen geben würde.
Nach einer gefühlten Ewigkeit kam sie nun endlich an, und ehe sie sich versah, stand ihr ihr Artgenosse, dessen Geruch sie vorher wahrgenommen hatte, gegenüber. Ihre Ohren spielten, ihre nachtschwarzen Augen lagen auf dem muskulösen, starken Körper des Hengstes, ehe sie kurz ihren Kopf senkte und sich so respektvoll vor ihm verneigte. "Verzeiht bitte, falls ich störe. Soll ich weiterziehen?", gab sie nach einem kurzen Augenblick von sich, ihr Blick lag ruhig auf dem Hengst. Wer wusste, ob es nicht ein Pferd war, das ohne zu zögern sein Revier, auf dem sie sich vielleicht gerade befand, verteidigte. Sie wusste es nicht, so begegnete sie ihm mit Vorsicht und Respekt.
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Saya

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BeitragThema: Re: Herdenplatz   Sa Sep 04, 2010 9:39 pm

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Saya war immer noch auf der suche nach eine neue Heimat. Sie schritt gelangweilt durch die Gegend und grübelte darüber nach was sie eigentlich suchte. Ob sie was suchte wo engelsgleiche Pferde waren oder wo doch nicht di eliebsten Pferde wohnten. Die Fuchsfarbene bewegte sich elegant durch den weichen Boden und senkte hin und wieder ihr Haupt so tief das sie auch mal etwas Gras rupfen konnte. Ihre Gedanken schwirrten durcheinander in ihren Kopf. Viele glaubten ja es war leicht zu denken doch Saya viel es manchmal sehr schwer denn sie war nie ein normales Kind gewesen. Sie viel immer bei den anderen auf. Entweder sie redete ohne pause über Gott oder interessierte sich für Luzifer und hatte ab und zu den drang zu töten. Einmal hatte sie auch ihre spielgefährten getötete doch heute noch war es ihr egal. Man konnte bei ihr nicht festellen ob sie ein weiches Herz hatte oder doch ein Herz aus Stein. Plötzlich blieb die Stute stehen und hob ihr Haupt im Wind. Sie witterte Pferde. Sie schaute weiter geradeaus und sah an einen kleinen Pfleck ein paar wenige Pferde. Saya setzde sich wieder in Bewegung und trabte schließlich an. Ihrgendwann gelangte sie auf ein fremdes Gebiet. Sie sah sich ausgibig um doch es war sehr leer hier. Dann erblickte sie einen stattlichen Hengst. Sie beäugte in vorsichtig und war sich dann sicher das er keine bedrohung für sie war. Und wenn dann würde Luzifer ihr beistehen. Er würde ihr die Kraft geben die sie brauchte um so einen Hengst umzulegen. Viele Pferde würden sie jetzt wieder als ekelig und brutal abstempeln doch das war Saya. Sie war aber trotzdem keine Stute die jeden Tag sie aus lust und laune opfer suchte. Ihre Opfer mussten was angestellt haben oder ihr doof kommen oder es war ihr auftrag wenn es ein Gottesanhänger war doch dann brachte saya ihresgleichen um. Denn sie folgte beiden. Einerseits war Luzifer ihr Herscher aber andereseits auch Gott. Saya war nunmal eine Stute mit vielen Geheimnissen die nie wierklich jemand kapieren konnte und wenn das jemand mal kapieren sollte dann musste es ein ganz besonderes Pferd sein. Ein Pferd was sie geschiet verstehen konnte. Saya hatte genug nachgedacht und konzentrierte sich nun auf den Hengst. Er war nicht reinweiß aber hatte viele muskeln die unter sien Fell heraushoben. Hallo, mein name lautete Saya,sprach sie mit etwas höflicher Stimme. Sie wartete ab und peitschde mit ihren Schweif. Dann spürte sie etwas tropfen. Sie sah nach hinten. Klebrige masse tropfde ihr Bein runter. Saya verdrehte unbemerkt die Augen. Sie wollte nicht jetzt ihre rosse doch nun hatte sie ihre und musste hoffen das nichts passieren würde.

(mies -.-)
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Courage
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BeitragThema: Re: Herdenplatz   Sa Sep 04, 2010 9:52 pm

Selbst nun, wo er den Blick vom Baum abgewendet hatte, eine Tätigkeit abgeschlossen hatte, so tat es ihm der Regen nicht gleich. Noch immer regnete es ununterbrochen auf ihn herab, nässte das wohl weiche Fell, die Mähne, die bereits - er empfand es als nervtötend - an seinem muskulösem Hals klebte. Er bog den Hals, schüttelte das kanitge Haupt, in der Hoffnung, so würden sich die Haare von dem Stück des Körpers lösen. Zu seiner Enttäuschung jedoch waren es lediglich einige Strähnen, die wild in die Luft schlugen, herabfallende Regentropfen erbarmungslos durchbrachen.
Er hatte nicht damit gerechnet, dass plötzlich wieder alles so schön sitzen würde wie zuvor und doch war es ein bedauerndes Gefühl, zu wissen, er würde noch Stunden mit diesem Gefühl der Nässe verbringen müssen. Nun, ändern konnte er es auch nicht. Es wäre schrecklich schade, würde er also weiterhin eine solche Miene ziehen, war an der Situation nichts zu ändern, sollte man lieber gerade eine solche Stimmung zerschlagen, sie zu einer neuen, fröhlichen zusammensetzen, daher setzte er auch in jenem Moment, wo er ein Pferd daher kommen sah, ein verschmilztes Lächeln auf. Jenes jedoch, das doch erst so frisch war, verging ihm schnell, als er merkte, dass er jenes Tier nicht kannte, dass eine Fremde es war, die das Herdengebiet aufsuchte. Misstrauisch sah er nur zu, wie sie sich den Weg durch den Regen kämpfte. Erst, als sie unmittelbar vor ihm stand, als er sie ausgiebig zu mustern begann, fiel ihm ihre - sie schien in der Heilung - Wunde auf, ihre Erschöpfung. Sie verneigte sich vor ihm, welch Ehre, doch bei aller Liebe, dies musste sie nicht tun.
Ihre Tat jedoch war nicht umsonst, ein hauchfeines Lächeln zeichnete sich auf seinen weichen Lippen ab, welche er erhob, um ihr Antwort zu geben. "Guten Tag, junge Dame", begrüßte er das Tier vorerst, welches in seinen Augen keine Bedrohung darzustellen vermochte. Sie schien freundlich gesinnt, doch er konnte sich auch irren. Der wenige Hauch Misstrauen in seim Augenmerk blieb vorhanden und doch, so schlug seine angenehme Art wieder hervor. "Nein, nein. Sie stören mich keinesfalls, bleiben Sie erstmal stehen und stellen sich vor. Ich würde gerne erfahren, wer es ist, der einfach so das Herdengebiet betritt." Er sah sie an, sorgte sich sogleich um ihr Wohlbefinden. Er vermochte daran zu glauben, ihr helfen zu wollen und doch, so sprach etwas in ihm dagegen. Sie konnte ebenso eine Spionin sein, welch übles Vorurteil. Er schlug es sich bereits wieder aus dem Kopf.
Plötzlich, er hatte wohl bemerkt, dass etwas fehlte, weiteten sich seine Augen, seine Ohren spitzten sich voller Neugier auf ihre Antwort und zugleich durch die Empörung, die er gegen sich selbst empfand. "Oh, oh. Ich habe vergessen, mich vorzustellen. Cougar, Leithengst dieser Herde", stellte er sich abrupt vor, nein, länger hätte er die Schände nicht ausgehalten, die eine Last auf seiner starken Seele darstellte. Er hatte genügend Laster, die sein Leben bereicherten.
Einen Schritt tat er auf das hübsche Wesen zu, betrachtete das engelgleiche Antlitz, ehe er ein weiteres Mal die raue, dennoch mit dem Klang einer gewissen Sanftheit Stimme erhob: "Was ist Ihnen zugestoßen?"
Im Moment war er wohl eher der Ernste, würde nun auch keine Späße verstehen, nein, ganz sicher nicht.
Eine weitere Stimme erklang, ein weiteres Geschöpf, das ihm nicht bekannt war, hatte seine Gesellschaft aufgesucht. Seine Augen glitten auf ihre Gestalt, welche im Vergleich zur anderen wesentlich gesünder auf ihn wirkte. Mit dieser Stute war auch ein Geruch gekommen, der ihm mehr als bekannt war, der ihn in den Nüstern kitzelte, wie ein Grashalm, welches man über das empfindliche Näschen streifen ließ. Flehmen tat er nicht, er müsste sich zurückhalten, denn Nachkommen wollte der stattliche Hengst, dessen Schopf ihm mitten auf dem Antlitz herumhing, nicht. Zu groß war die Angst, dass auch dieses einen qualvollen Tod erleiden müsste.
Saya, so hieß die Fuchsende, deren Fell durch die Feuchtigkeit nur noch mehr glänzte als es eh schon tat. Ein prächtiges Bild, welches ihm hätte umgehauen, wäre jene Stute nicht in der Rossezeit, ein Tabu für den Apfelschimmel.
"Hallo, mein Name ist Cougar. Ich bin der Leithengst der Herde", stellte er sich auch ihr, mit wesentlich kälteren Ton, vor. Die Distanz zu ihr war - emotional - größer als zu der anderen, welcher er ab und an immer wieder besorgte Blickte zuschickte. "Was suchen Sie hier, Saya?"

verdammt. x.x
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BeitragThema: Re: Herdenplatz   Sa Sep 04, 2010 10:19 pm

[oi, der ist aber toll <3]

Erleichterung machte sich in ihr breit, als der fremde Hengst ihr seine erste Anwort gab. Das wirklich allerletzte, was Gracidea in diesem Moment gebrauchen konnte, wäre ein störrischer, aggressiver Hengst, aber dieses Prachtbild von Pferd, welches ihr gegenüber stand, war alles andere als das. Er war höflich, so bildete sich ein sanftes Lächeln auf den Lippen der erschöpften Stute, die mittlerweile am Ende ihrer Kräfte war. Kaum sprach er weiter, begann sie, zu zweifeln. Es war also wirklich sein Herdengebiet. Aber - Herr Gott nochmal -, wäre sie hier nicht erwünscht, würde er ihr keinesfalls mit so freundlicher, zuvorkommender Art begegnen. "Ich wusste nicht, dass ich ein Herdenterritorium betreten habe, ich muss mich dafür entschuldigen.", gab sie als Antwort, musterte den prächtigen Schimmel weiterhin, lächelte dann abermals.
"Nun, mein Name ist Gracidea. Ich komme aus einem fernen Land und war bisher immer auf Reise, daher wusste ich nicht, dass ich mit meinem Auftauchen hier ein bereits erobertes Gebiet betrete.", fügte sie dann hinzu, als der Apfelschimmel sie nach ihrem Namen fragte. Ihm jetzt mit Unhöflichkeit zu begegnen, wäre alles andere als sinnvoll.
Als er nach ihrer Verletzung fragte, schwieg sie die ersten Sekunden, sah ihn fragend an. Warum? Sie war anscheinend etwas über seine offene Art und vielleicht auch seine Fürsorge verwundert. "Eine nicht ganz freiwillige Begegnung mit einer Wolfsmeute.", anwortete sie, nun hatte ihr freundliches, dennoch müdes Gesicht die Oberhand gewonnen. Für ihre Verletzung war sie selbst verantwortlich, es war töricht und dumm gewesen, allein ein Gebirge zu durchqueren. Dass Wölfe oder Wildkatzen oft in Wäldern und Bergen aufzufinden waren, war Gracidea durchaus bewusst, und trotzdem war sie diesen falschen Weg gegangen.
Sie zögerte einen Augenblick, lächelte etwas beschämt. "Verzeiht bitte, dass ich die Dreistigkeit besitze, mich so direkt gegenüber einem so stolzen Leithengst zu verhalten, aber darf ich fragen, ob Sie es mir gestatten würden, auf ihrem Gebiet wenigstens diese eine Nacht zu rasten? Ich wäre wirklich unglaublich dankbar.", gab sie kleinlaut von sich. So etwas sprach eigentlich gar nicht für sie, Gracidea konfrontierte andere nicht mit ihren Problemen, aber es wäre genau so dumm, in diesem Zustand noch weiter zu ziehen. Zu dem musste sie zugeben, Courage - wie sich der Hengst vorgestellt hatte - war das erste Pferd, das sie seit Wochen antraf und sie genoss seine fremde Gesellschaft.
Als links von der Rappschimmelstute ein Rascheln erklang, machte sie einen Schritt zur Seite, blickte dann etwas verwundert zu der erschienen Fuchstute. Sie stellte sich im Gegensatz zu Gracidea gleich vor. Und noch etwas fiel ihr auf: die Fremde rosste. Vorsichtig wanderten Gracideas Blicke zu Courage, dieser schien jedoch allem anschein nach seelenruhig, was Gracidea einerseits schockierte und andererseits völlig begeisterte. Solch ein Verhalten bei einem Hengst hatte sie vorher noch nie beobachten können. Wieder glitt ihr Blick hinüber zu der Fuchsstute namens Saya; die Rappschimmelstute blieb vorerst weiterhin schweigsam.
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BeitragThema: Re: Herdenplatz   Sa Sep 04, 2010 10:41 pm

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Saya sah den Schimmel immer noch angestrengt an und beachtete nicht die andere Stute. Sie interessierte sich einfach nich für andere ihres Geschlechtes. Die meisten waren doch eh eingebildete schlampen die sich an jeden Hengst ranmachten. Saya warf ich Haupt in die höhe und ihre Mähne wirbelte umher. Der kühle Wind machte Saya nichts aus. Sie war es gewohnt wenn es kalt war. Sie dachte an den Teufel. Ihn war doch alles egal. Man konnte ihn sein Kopf abreißen und er lebte immer noch. Saya konnte ihn nur beneiden. Sie beobachtete den muskelösen Hengst. Er schien nicht an den Teufel zu glauben, dafür sah er zu lieb aus doch wie sah Saya aus? Sie sah doch gerade auch lieb aus doch das war sie in manchen Fällen ganz und garnicht. Mit einen Schlag könnte sie vom Teufel besessen sein und einfach draufschlagen. Sich hohlen was sie wollte und mit dieser Art könnte sie auch nie ein Fohlen aufziehen und deswegen dürfte der weiße es auch nicht wagen sie zu decken. Würde er es wargen würde ihr Monster erwachen. Wenn ihr was nicht passte musste Saya handeln. Dann höhrte sie den weißen zu. Was ich hier mache? Ich suche mir eine neue Heimat. Ist das so ungewöhnlich?,fragte sie und lächelte schief. Sie schien freundlich und auch ihre Ohren waren aufgestellt. Sie durfte ihr spiel nicht kaputtmachen und wenn der Hengst game over sein wollte musste er nur was falsches machen. Mögen die Spiele beginnen. Ich möchte ein spiel spieleeen!, hallten die Worte durch ihr Haupt. Immer wieder hatte sie diese Wörter gehört. War Saya nicht doch ein gefallender Engel. Und warum glaubte sie dann noch an Gott wenn sie ihn einst verraten hatte? Es waren zwei Seiten und Saya konnte sich nicht entscheiden.
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BeitragThema: Re: Herdenplatz   Sa Sep 04, 2010 11:20 pm

Saya. & Gracidea. ; ♥ noch, denn bald wird sein charakter wieder bissel geändert. ♥ x'D
Noch während der Hengst auf die Antwort des Neuankömmlings wartete, vernahm dieser die Worte des friedlichen Tieres, des unscheinbaren Engels, der Wörte an ihn widmete. Sanft segelten sie zu ihm hinüber, schmeichelten seinen feingliedrigen Ohren, welche sich nun ganz in ihre Richtung drehten, ihr Aufmerksamkeit schenkte, die ihr zuvor durch die Füchsin vergönnt gewesen war.
Nicht nur, dass sie ihm alle Fragen beantwortet hatte, sie ließ ihn ebenso erleichtert aufseufzen. Eine Wolfmeute, welch Glück, dachte er doch tatsächlich einer der Herde, die dieses Tal heimsuchten, hätten ihr Pein getan. Zwar waren Wölfe nicht zu unterschätzen, doch waren diese ihm als Feinde lieber, sie hielten wenigstens die Klappe, wenn sie sich im Fleisch des Opfers verbissen.
"Raubtiere werden Ihnen weniger Probleme machen, eher sind es ausgehungerte Hengste, die auf Stuten wie Sie warten. Ein Glück, dass Sie mir begegnet sind, haben Sie wenigstens eine ansehnliche Gesellschaft", schnurrte er so dahin, wenn auch er wieder ein wenig zu selbstverliebt schien, sich selbst in ein Licht stellte, das für ihn eventuell zu hell war; in seinem Denken jedoch war jenes Licht nie hell genug. Er grinste, versuchte das müde Gesicht, die schwach hinaufgehenden Mundwinkel jener, durch seine aufsteigende Laune, zu straffen, sie mit jener anzustecken.
Sie fragte, ob sie eine Nacht bleiben könne, und, so ein Arschloch war er sicher nicht, er bejate diese Frage mit einem Nicken, das dies unterstrich. Ja, er war sich sicher, er wolle sie die Nacht bei sich behalten; ähm, bei der Herde natürlich. Die Sorge um sie wäre zu groß, um sie nun noch gehen zu lassen, ja, am liebsten hätte er sie gar an sich gekettet, sie erst dann gehen gelassen, wenn er wüsste, ihr könne nichts mehr geschehen. Keine Träne wollte er auf ihrem Antlitz erkennen, keine Erschöpfung mehr an ihrem Leibe erkennen müssen. Diesem Engel sollten die reinweißen Flügel nicht gebrochen werden, dieser Engel sollte fliegen, höher als jeder andere. Welch Gedanken er doch zu tun pflegte, wenn er Besorgnis empfand. "Ruhen Sie sich hier so lange aus, wie es Ihnen beliebt", meinte er dann, trat einen Schritt von ihr. Belästigen wollte er die sympathische Stute nicht, war sie noch so anziehend.
Dann sprach das andere Wesen, was im Gegensatz zum Engel irgendwie mehr sprach wie er es oft tat, wenn er Leute um sich hatte, die er bereits lange kannte, die ihn bereits kannten. Er sah sie an, blickte in ihre Augen, als wären es die Einzigen, die es auf der Welt gab. Voller Neugier, voller Begierder zu erfahren, was zu ein Wesen es war, das ihn einfach so angesprochen hatte. Auch bei ihr konnte er lediglich grinsen, wenn es ihm auch schwer fiel, dies zu tun, wo diese Stute doch diesen Duft mit sich trug, ihn wie eine Wolke um ihn legte, ihn die Kehle zuschnürrte, wenn Courage versuchte zu atmen. "Eine neue Heimat? Und Sie meinen, dass dieser Ort Eure neue Heimat werden könne? Nun, da bin ich mir nicht so sicher." Der Apfelschimmel blickte von ihr wieder zu Gracidea, von jener wieder zurück zu Saya. Aufnehmen tat er Fremde nicht so schnell, vorerst mussten sie eine Probezeit durchlaufen. Aus gutem Gute. Wieso sollte er Pferde aufnehmen, die ihm Nachhinein den Schutz nicht verdient hatten.
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BeitragThema: Re: Herdenplatz   Sa Sep 04, 2010 11:44 pm

Der Wolf im Schafspelz, hm?, ging es Gracidea durch den Kopf, sie schmunzelte dabei. Bei seinem Kommentar über die Hengste waren ihr diese Worte sofort durch den Kopf geschossen, aber nein, sie hatte Unrecht. Courage war ein zivilisierter Hengst mit besten Manieren, besseres konnte man von einem Hengst seiner Art und seines Alters keinesfalls erwarten - nein, das brauchte man auch nicht. Als er weitersprach, spitzte die Stute ihre Ohren mit den schwarzen Spitzen, lauschte aufmerksam und weiterhin freundlich lächelnd seinen ruhigen und behutsamen Worten. Ihr fiel auf, dass er sie nicht duzte, das war ein großes Zeichen von Respekt, was sie eigentlich nur von Stuten kannte, die einem Hengt Respekt zuwiesen, aber nicht umgekehrt. Ja, Gracidea musste zugeben, dieser weiße Charmebolzen ihr gegenüber ließ gerade nur Gutes von sich zeigen. "Schön zu hören, dass ich mir nun keine Sorgen mehr machen brauche, zumindest was die Übernachtung angeht.", antwortete sie. "Ich stehe tief in Eurer Schuld, sagt mir nur bescheid, wenn ich etwas für Euch tun kann."
Wenn sie ehrlich sein sollte, wollte Gracidea dieser scheinenden Perfektion nicht glauben, es war ihre Art zu zweifeln, aber das hatte ihr letztendlich doch öfters aus der Klemme geholfen als sie es anscheinend selber wusste. Im Momentan ging keine Gefahr von Courage aus, doch durfte sie sich nicht voller Naivität auf einen Fremden einlassen. Sie war keinesfalls von ihm abgeneigt - im Gegenteil - jedoch durfte sie nicht vernachlässigen, dass Vorsicht immer noch oberstes Gebot war, wenn man lange leben wollte; so hatte es ihre Mutter Gracidea beigebracht und die Weisheit ihrer Mutter war nicht zu unterschätzen. Andererseits wollte sie dem Hengst gegenüber nicht verklemmt gegenüber stehen, so versuchte sie so offen zu sein, wie es ihr möglich war.
"Nochmals vielen Dank!", sagte sie in respektvollem Ton, nickte abermals und schwieg dann. Sie wollte das Gespräch der beiden Pferde nicht stören, sie hatte kein Problem damit an zweiter Stelle zu stehen. Kurz sah sie zu der Füchsin, schenkte ihr ein Lächeln, ehe ihre tiefschwarzen Blicke wieder zu Courage wanderten und sein hübsches Gesicht musterte, immernoch fasziniert war wie ruhig er in der Gegenwart einer rossigen Stute blieb.
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BeitragThema: Re: Herdenplatz   Sa Sep 04, 2010 11:59 pm

Courage und Gracidea


Saya sah nun etwas ernst auf. Sie zog ihre Augenbrauen hoch. Ob sie hier fehl am Platz war wusste sie noch nicht doch bald würde sie es vielleicht merken. Sie passte doch garnicht hierher oder? Sie wasr nicht so lieb wie die beiden anderen wierkjen doch die Stute hatte sie eh noch nicht richtig betrachtet. Sie hasste einfach andere Stuten aber was sollte sie sonst machen wenn sie in einer Herde leben wollten. Da wraen doch immer so hässlcihe Stute. Eingebildete Schlampen! Sie verdrehte bei diesen Gedanken ungemerkt ihre Augen. Warum musste sie auch eine Stute sien. Sie wäre lieber ein Hengst. Ein Hengst der nur Luzifer gehorchte doch sie war eine Stute die sich einfach nicht entscheiden konnte wenn sie gehorchte. Ihre Rosse wurde immer mehr doch langsam ignorierte Saya sie. Sie kann sich wehren nicht so wie andere Stuten die weinen wenn sie ein Fohlen neben sich liegen haben wenn es aus einer vergewaltigung entstanden war. Saya würde sowas nie passieren. Dann lauschde sie wieder die Worte des Hengstes. Ich habe nicht gesagt das DIES meine neue Heimat werden soll ich schau hier ja nur rein ich darf ja wohl dahin gehen wo ich will auch wenn es nur eine Herde ist, zischde sie und legte etwas ihre Ohren an. Sie peitschde wild mit ihren Schweif. Dann verdrehte sie die Augen. Oh du armseliger Hengsthallte eine donnernde Stimme durch ihr Kopf das Saya aufschreien musste doch kurz danach verstummte alles. Man höhrte garnichts mehr. Keine Vögle nichts mehr. Volkommende Stille. Lag das an den Teufel?

(mies -.-)
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BeitragThema: Re: Herdenplatz   So Sep 05, 2010 12:23 am

Gracidea. & Saya ; ♥
Sanft lächelte er. Es war zu goldig zu hören, wie sie sich bedankte, oblgeich es doch selbstverständlich war, sie in ihrer Lage hier zu behalten. Seine Gesichtszüge wurden weich, die Mundwinkel zogen sich bei jedem Male, wo sie ihre Stimme erhob, höher. Sie stellte einen Hoffnungsschimmer dar, denn immer wenn er sie anblickte, schien die Sonne durch den durch Wolken verhangenden Himmel zu blicken, Wärme hinabzusenden, die die Feuchtigkeit auf dem Leibe des Hengstes schwinden ließ. Der Regen, dessen prasselndes Geräusch beruhigend auf den Hengst wirkte, schien ein vergangenes Problem, in den Hintergrund gerückt durch diesen hinabgesandten Engel.
Zu seinem Bedauern jedoch schlich sich ein neues Problem in seinen Tag. Die Fuchsende, mit der er sich ein Spaß machen würde - nicht den, den man Decken nennt - schien mehr oder weniger einen Zickenkrieg gegen den Apfelschimmel führen zu wollen und, wenn sie es so wollte, würde sie gewinnen. Im Zicken war der muskelöse Hengst weniger gut als das weibliche Geschlecht, das oftmals mit Worten um sich warf, die er nicht einmal in seinem Leben gehört hatte, mit Argumenten zuschlugen, die in seinen Augen, keine waren. Er blickte, leicht amüsiert zu der anderen Stute, ehe er den Blick wieder zu Saya wandern ließ. "Meinen Sie?", fragte er mit schiefgelegten Kopf, ehe er anmutig den Schweif erhob, die guttrainierten Muskeln unter dem Felle anspannte. Seine Ohren fuhren, nicht wie es bei der Füchsin der Fall war, in den Nacken, nein, sie waren noch immer aufrecht aufgestellt, zeugten von Aufmerksamkeit, von der Ruhe, die er noch besaß. Er schnaubte kräftig, hob den kantigen Kopf, sodass der Größenunterschied zwischen dem Arabertier und ihm deutlicher wurde. "Es ist nicht nur eine Herde, meine Liebe, es ist eine Familie. Und wenn Sie meinen, Sie können hier sorglos herumwatscheln, dann irren Sie. Solang Sie kein Grund haben, hier zu sein, sollten Sie lieber das Gebiet verlassen - ansonsten könnte ich Sie als Gefahr für die Mitglieder dieser Herde sehen und das wollen wir doch sicherlich nicht?!" Noch immer war seine Haltung angespannt, die Gesichtszüge des Hengstes jedoch ließen weniger erkennen von dem, was er empfand. Kalt lagen nun seine Züge auf dem Gesicht des Hengstes, die Augen schauten die Schmächtige ausdruckslos an.
Auch wenn er sich nun so mit der Stute befasste, so wollte er die andere nicht ignorieren und so wand er gemächlich das Haupt in ihre Richtung, erfasste ihr Antlitz mit seinem Augenmerk. "Sagen Sie, was laufen Sie eigentlich so alleine herum? Normalerweise kenne ich es so, dass Stuten wie Sie eine sind einer Herde bereits beigetreten sind." Unhöflich. Während er mit der Araberin eine Unterhaltung führte, führte er eine komplett andere mit der Apfelschimmlin, die in seinen Augen weniger nervenraubend war als jene, die er immer wieder Blicke schenkte und zwar aus reinem Zwange. Wer wusste schon, ob sie nicht in einem Moment einfach zu schlagen würde, hinterlistig wie es einige Pferde waren und doch, auch hier wollte er keine Vorurteile fällen, auch wenn er jene schon im ersten Moment gefällt hatte.
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BeitragThema: Re: Herdenplatz   So Sep 05, 2010 12:54 am

    » Courage & Saya
Gerade noch schien alles ruhig, jedoch baute sich wohl ein Unwetter zwischen den beiden Pferden auf. Gracidea machte zwei Schritte zurück, wollte sich keinesfalls in die Auseinandersetzung einmischen. Ruhige Blicke glitten über ihre beiden Artgenossen; sowohl über die fuchsfarbene Araberstute als auch über den Apfelschimmelhengst, dessen Körperbau dem Gracideas stark ähnelte, doch war die Rappschimmelstute um einiges schmaler. Gracidea war rassebedingt eher schmal, doch musste sie zugeben war Courage ein sehr muskulöser und bestens gebauter Hengst. Es wunderte sie schon, dass Saya anscheinend keinerlei Angst verspürte, obgleich sie zierlich und athletisch gebaut war, lange nicht so kräftig wie ein spanischer Hengst, dafür wohl aber um einiges flinker. Mit besorgter Miene musterte sie beide Pferde, ehe sie Courage vielsagende Blicke zuwarf.
Ein Seufzen verließ sie abermals, sie senkte den Kopf Richtung boden, schrat einige Meter bis zum Baumstamm, um welchen herum einigermaßen trockenes Gras wuchs, auch wenn es eigentlich schon verdorrt und weniger genießbar war; Gracidea war hungrig und ausgelaugt, knabberte die wenigen Grashalme vom Boden, oder wollte dies zumindest tun, als Courage sie plötzlich ansprach. Sie schüttelte langsam den Kopf. "Als ich etwa ein halbes Jahr alt war, wurden meine Mutter und ich von meiner damaligen Herdengemeinschaft getrennt. Als ich dann später alleine war, begann ich zu suchen. Wonach, weiß ich bis heute selbst nicht so genau, vielleicht aber doch nach einer festen Herde in der ich nach langer Reise zu Hause sein kann.", antwortete Gracidea, lächelte Courage vielsagend an. Das Lächeln war beruhigend, dankend, schmeichelnd zugleich. Wenigstens mit kleinen Gesten versuchte sie, die Zankerei zu schlichten. Wäre sie nicht auf Courages Gastfreundlichkeit angewiesen, würde sie wohl mehr dazu beitragen, jedoch wollte sie seine Fürsorge nicht auf's Spiel setzen; sie war in diesem Moment zu schwach, weder um weiterzuwandern, noch um sich zu verteidigen. Und er als Leithengst wusste wohl, wie er zu handeln hatte. Gracidea wäre vermutlich keine gute Leitstute; manchmal musste man als Autoritätstier einfach Stärke beweisen und sich durchsetzen können, und das konnte die Rappschimmelstute nicht. Sie besaß zwar Durchsetzungsvermögen, würde es in solch einer Situation aber nicht einsetzen wollen.
Besorgte Blicke galten nun auch der Fuchsstute namens Saya, aber es hatte irgendwo auch keinen Zweck sich einzumischen. Gracidea kannte weder Courage noch Saya näher und wollte nicht parteisch sein. Es lag jetzt wohl in ihrer Natur, beiden vom Streit abzuraten, jedoch wollte sie einem Leittier seinen Aufgaben auch nicht im Wege stehen, so blieb sie schweigsam und lies ihre Blicke über die Umgebung gleiten. Der Regen prasselte immernoch gnadenlos hinunter, jedoch war Gracidea unter dem jahrhunderthalten Baum etwas geschützt, senkte ihren Kopf wieder und schnupperte, suchte nach etwas essbarem, fand jedoch nichts, so hob sie ihr Haupt wieder und beäugte beide Pferde.
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BeitragThema: Re: Herdenplatz   So Sep 05, 2010 6:42 pm

Courage <3, Gracidea

Saya zog weiter ihre Augenbrauen hoch. Ihre Nüstern waren gebläht. Was viel diesen Hengst ein? Auch wenn er anscheinend der Leithengst war hatte sie kein respekt vor ihn. Nur zwei gehörten ihr respekt. Das waren Meister die es würdig waren ihr respekt zu erlangen. Sie hatte kaum vor ein Pferd respekt. Sie peitschde mit ihren Schweif gelangweilt umher. Dieser Streit war einfach öde. Sie warf fast eingebildet ihr Haupt hoch. Ihre Rosse tropfde immer mehr zu Boden doch das machte ihr nurnoch weniger aus. Sie merkte das der weiße sie immer beobachtete. Ohh da hatte einer Angst das sie scheiße bauen könnte. Die Stute sah sie nur einmal desintressiert an. Man konnte Saya nun auch als eingebildet abstempeln doch das würde Saya niemals sein. Naja wie ich schon sagte ich hab sehrwohl ein Grund denn man darf sich hier wie gesagt ja mal umsehen um zu schauen ob es ein passendes Zuhause ist doch sie sind ja anscheinend nicht so für fremde, wollen wohl nur IHRE Familie in der Herde haben, zischde sie ihn an. Ihre Pupillen verengten sich zu schlitzen und schauten unter ihr Fuchsfabenen Schopf hevor. Ihre Augen wirkten nun noch dütserer. Sie waren so schon düster da sie ein ungewöhnliche dunkle farbe in ihre Augen hatte. Es passte nicht wenn man nachdachte das manche helle blaue Augen hatten doch Saya viel schon immer auf. In jeder Art und vielleicht wollte sie auch immer in Mittelpunkt stehen doch das ist ihr früher nie gelungen. Wenn sie von mir respekt bekommen wollen dann müssten sie Luzifer oder Gott sein sonst würde KEINER mein respekt bekommen,meinte sie mit leiser rauher stimme. Sie stampfde mit den Huf auf und legte ihre Ohren noch mehr im Nacken.
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BeitragThema: Re: Herdenplatz   So Sep 05, 2010 8:03 pm

»Courage.
Geschunden. Verletzt. Verbannt. All das Schreckliche im Leben sollte der Vergangenheit gehören und es an diesem Ort des Verderbens auch für immer und ewig verweilen. Dorthin zurück, wo das Schicksal her gekommen ist. Schmerzen und eine höllische Qual hatte der jungen Stute das Leben bereitet und all das Grauen sollte nun endlich ein Ende entgegen gesetzt bekommen. Die kleine, scheue Koralle hatte längst aufgehört sich Gedanken darüber zu machen und sie wollte nur noch nach vorne blicken, doch litt so ziemlich jeder an Rückfällen, so auch die zierliche, attraktive Schimmlin. Grazil bewegte sich das Leib der Schönheit über dem harten, ausgelaugten Boden. Der Wind pfieff ungeduldig in ihren Ohrmuscheln und riss an ihrer seidigen, reinweißen Mähne. Elegant setzten die hellbraunen Hüfchen auf den Boden auf und holten aus zum Schwung, welchen sie dann in den ganzen Körper brachten und die Stute kam ein ganzes Stück vorwärts. Die seidige Mähne wippte im Takt des flotten und geschmeidigen Trabs. Der Schweif hing trübsal blasend zu Boden und war keinen Millimeter angehoben. Zu sehr war Marjani von ihrer Vergangenheit geprägt. All die Eigenschaften ihres Charakters zeichneten sich durch das scheußliche Erlebnis aus und auch das geschundene Leib wies einige Schwachstellen auf. Krähen krächzten mit ihrer rauchigen, unverständlichen Stimme in der beunruhigenden Dunkelheit und das dürre Mädchen hatte Angst, von allem womit sie abgeschlossen hatte, überrannt zu werden. Unsicher stolperte sie über einige Steine und blickte mit angstvoll geweiteten Augäpfeln immer wieder nach hinten, aus Angst, dass Ungeheur, ihr Vater, käme von hinten und zerrte sie zurück an den Ort der grausigen und gänsehauterregenden Erlebnisse. Der Kopf hing müde und traurig zu Boden. Die glasigen Augen suchten den Boden nach etwas Essbarem ab, ab und zu glitt der Blick der jungen Stute nach vorne, um auf dem Weg zu bleiben und ein Ziel zu finden. Ihr größtes Ziel war, fort von ihrem alten Leben und das würde ein langer Weg werden. Hunderte von Meilen müsste sie dafür zurück legen und das Gehirn aus dem Kopf heraus blasen lassen. Das Tal schien bisher einsam und verlassen und so spornte es die Schimmlin weiterhin an, Gesellschaft zu finden und dort in Ruhe eine Nacht zu verweilen. Die Zeit geschah Revue und langsam entdeckte die Stute einige Tupfen auf einer weiten Ebene. Ihr Tempo wurde rasant und in einer Lichtgeschwindigkeit war sie bei den drei Leibern angekommen. In allen schien das Blut des Arabers zu fliesen, doch in Marjani am Meisten. Zwei Stuten und ein Hengst. Beide Stuten hatten sich dem Hengst zugewandt und das Gebiet erinnerte die junge Schimmelstute sehr an ein Herdengebiet, so lebte das Mädchen nun in dem Glauben, der Grauschimmel musste das alles hier leiten und die Herde schien ein bisschen eingerostet zu sein. Scheu hielt sich die Weiße zurück und betrachtete alles ausgiebig, ohne einen unnötigen Schritt auf die kleine Gruppe zu zumachen.
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BeitragThema: Re: Herdenplatz   So Sep 05, 2010 9:30 pm

Gracidea.
Er sah der Apfelschimmlin lediglich zu, wie sie sich vom Grüppchen entfernte, spielte mit dem Gedanken, sie zurück zu rufen. Jener Gedanke jedoch war zwecklos, einen Grunde habe er nicht gehabt, ebenso weniger Lust, sie in diesen Streit mit einzufädeln und so zwang er sich, den Blick von ihr zu reißen, sie tun zu lassen, was ihr gefiel.
Saya.
Das gar perfekte Bild verschwamm, als er die Augen zur Fuchsenden wandern ließ, Regentropfen lediglich an ihm vorbeirauschen sah, die Stimme der Stute vernahm, die sich für ihre Statur wesentlich zu viel erlaubte. Viel jedoch machte sich Courage nicht aus ihrem Gelaber, denn mehr war es nicht. Momentan hatte er nichts zu tun und dieses Gezanke zwischen ihm und ihr vertrieb jedenfalls die Langeweile aus seinem doch interessanten, verfluchten Leben.
Er sah sie an, desinteressiert, obgleich tief Inneren sich etwas anderes abspielte; eine Begierde nach ihr, eine Empfindlichkeit auf ihre Rosse, die so verführerisch in der Luft lag, auf jemanden wartete. Courage jedoch war nicht der Eine und so zwang er sich auch jenen Gedanken, sie decken zu wollen, abzuschaffen. Es war nicht gut für ihn, nicht für sie und schon gar nicht für das Fohlen, das daraus entstehen würde.
"Sie haben es erfasst.. un-", verstarb das Wort, noch bevor er es gänzlich ausgesprochen hatte, auf seinen Lippen. Seine Augenlider verengten sich, jede Spur von Freundlichkeit schien mit dem weiteren Satz der Stute aus dem Antlitz gewischt, erschlagen worden von den törrichten Worten der Füchsin. Was eigentlich hatte sie so verdummt, zu glauben, Luzifer sei eine Person, die Respekt verdiente? Gott, nun gut, er war auch in den Augen des Hengstes eine Gestalt, die Respekt verdiente, verdiente, dass man ihm Untertan war; doch der Teufel? Die zu Schlitzen geformten Augen funkelten die Stute an, Verachtung pur lag in ihnen. Sein Vater schien sie durch allein diesen Satz wiedererlebt zu haben, das Gefühl des Hasses, den er damals in seiner Nähe verspürt hatte, kroch in seinem Gemüt hervor. Der Wunsch, das Tier zu töten, das es gewagt hatte, ihn wieder zurückzuerinnern, war mächtig und doch, so wusste er, sie wusste nichts vom Zeuger, vom Erlkönig, der die Todesangst über seine Nachkommen gebracht hatte.
Seine Ohren fuhren leicht nach hinten, sein Schweif peitschte voller Wucht gegen seine Flanke, welche daraufhin erschütterte. Wut, pure Wut, die seine Aterien und Adern durchflutete, jene zum Beben brachten. "Wenn du keine Ahnung hast, halt einfach deine Klappe!", fuhr er sie mit rauer Stimme an, zwang sich keinesfall mehr, höflich zu klingen, nein, sie durfte ruhig erfahren, wie er sein konnte, sie war es nicht wert, sich zu verändern. "Wie du merkst, scheinst du hier nicht herzupassen. Entweder du benimmst dich jetzt, Kleine, oder ich versetz dir einen schönen Tritt in den Arsch", knurrte er, trat einen stampfenden Schritt auf sie zu, baute sich auffällig vor ihr auf.
Eigentlich konnte sie nichts dafür, dass er auf ihre Worte über Luzifer so empfindlich reagierte, doch nun, Pech gehabt. Jetzt hatte sie den Salat, konnte sich damit rumplagen, den Apfelschimmel wieder zu beruhigen, wenn dies denn überhaupt in ihrer Absicht lag. Wohl ganz sicher nicht.
Marjani.
Im selben Moment erkannte er aus den Augenwinkel heraus eine weitere helle Gestalt, die er nach kurzem Zuwenden als Fremde indentifizierte. Am liebsten hätte er sich auf sie geschmissen, auch sie aus dem Gebiet seiner Familie verjagt, doch den Wunsch dannach unterdrückte er sich. Sie schien geschunden, das Leib geplagt von Schmerz. Wohl hätte er sich nun auf den Weg zu dieser Stute gemacht, sie nach ihrem Peiniger gefragt und doch so hielt die rotfarbene Schmächtige ihn bei sich. Legidlich stoß er ein herrisches Wiehern aus, sie auffordernd, den Weg zu den beiden Tieren, die doch eigentlich so aussahen, als solle man sie nicht stören, aufzunehmen.
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BeitragThema: Re: Herdenplatz   So Sep 05, 2010 9:46 pm

    » Courage, Marjani & Saya
Gracidea lauschte während ihrer fast verzweifelnden Suche nach Futter den Worten der graziösen Fuchsstute und denen des starken, schönen Hengstes, welcher nun zunehmend die Nerven verlor. Die Rappschimmelstute sah zu den Pferden herüber, sie standen keine fünf Meter von ihr entfernt. Sie verstand nicht, was die Stute namens Saya redete. Gott. Luzifer. Wovon sprach sie?
Ihr nachdenklicher Blick wanderte zu dem Apfelschimmel herüber, welcher sie anscheinend noch bestens verstand. Lag es daran, dass Gracidea nicht mit den Sitten fremder Pferde vertraut war? Sie wusste es nicht, aber wenn sie ganz ehrlich sein sollte, war es ihr für den Moment auch nicht weiter wichtig. Sie war zu müde, um sich groß zu konzentrieren, so schweifte sie ab und starrte in die leere, graue, verregnete Weite.
Sie grübeltete, dachte über Vergangenes und Kommendes nach, als plötzlich ein weißer Fleck in der Landschaft auffiel, welcher anscheinend näher auf die kleine Gruppe von Pferden zukam. Nach einigen Augenblicken bildete sich aus dem weißen Fleck die Gestalt eines weißen, schlanken Pferdes. Und wenn man dieses genauer betrachtete, schien es verletzt.
Beide Streithähne hatten den mittlerweile vierten Artgenossen anscheinend noch nicht bemerkt, so schrat Gracidea zurück zu Courage und Saya, wollte den Apfelschimmelhengst gerade mit ihrem graulen Maul anstupsen nachdem sie neben ihm zum Stehen gekommen war, als er das fremde Pferd wohl doch vernahm und ein imposantes Wiehern von sich gab, so unterließ sie die knappe Berührung und zog ihren Kopf wenige Zentimeter von Courages Hals entfernt zurück. Der immer näher streitende Pferdekörper lag unter Gracideas Beobachtung. Es war eine hübsche Stute, welche zu ihnen stieß. Gracidea spitzte ihre Ohren, ihre nachtschwarzen Blicke lagen auf dem zierlichen, weißen Pferdekörper, abwartend ob das Pferd den Weg zu ihnen suchen würde, gleichzeitig mit neugierigen, nicht abgeneigten Gesten zu ihm sah, während sie immer noch dicht beim Leithengst stand und ihn fragend aber gleichzeitig mit einem sanften Lächeln ansah. "Beruhig dich, Courage", sagte sie mit sanfter Stimme, stupste ihn nun doch mit ihren weichen Nüstern an. "Es ist doch noch alles in Ordnung, oder etwa nicht?"
Immernoch zierte ein liebevolles Lächeln ihre Lippen, ruhige tiefschwarze Augen lagen auf denen des Hengstes. Sie hatte ihn nun das erste Mal geduzt, darüber war sie sich bei weitem bewusst, und hoffte, dass er es nicht als Unhöflichkeit empfand, doch war es so vertrauter, vielleicht würde er so eher auf ihren nur gut gemeinten Ratschlag eingehen.
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BeitragThema: Re: Herdenplatz   So Sep 05, 2010 10:41 pm

(die anderen Beiden.) & Gracidea. ♥
Die Stimme der Apfelschimmelin, die wie Melodie in seinen Ohren klang, dämpfte seine Laune keinesfall, war sie noch so beruhigend, schien sie noch so wunderbar. Er hatte sie kaum wahrgenommen, hatte gedacht, er träume, als das sanfte Stimmchen ihrer wieder sein Gehör füllte. Das, was sie sagte, hatte man schon oft zu ihm gesagt, wann immer man ihn so sah, wann immer seine Nerven überstrapziert wurden, die Fäden seiner Kontrolle rissen, sodass er jene verlor.
Natürlich, sie hatte keine Ahnung, was in der Seele des Hengstes durch diese Worte der Füchsin ausgelöst wurde. Dieses zuvor gelegte Laub wirbelte nun durch einen Sturm bereits wieder auf, die Ordnung in ihm war zerstört. Seine Nachkommen, bei Gott, wieso hat der Teufel sie ihm genommen? Am liebsten hätte er seine Wut nun ausgelebt, doch er wollte kein weiteres Mal in seinem Leben versagen, ein weiteres Mal einen Fluch auf sich ziehen, welcher ihn sein ganzes Leben verfolgen würde, ihn und sein Glück.
Er schnaubte kräftig, ließ die feinen Häarchen auf seinen Nüstern vibrieren. Einatmen, halten, ausatmen. Einatmen, halten, ausatmen, ging es ihm durch den Kopf, verhalf ihm, dies tatsächlich in die Tat umzusetzen.
Mit behutsamen Blicke striff er noch kurz das Leib der fremden Weißen, ehe er jenen auf Gracidea ruhen ließ, das Antlitz ihrer betrachtete. Es glich einem Alptraum, sie unter Regen, noch immer unter Müdigkeit, zu erblicken. Ihre Mähne war nass, an ihrer Ganasche rollten, wie auch bei den anderen Pferden, Tropfen hinab, glichen Tränen, obgleich jene Flüssigkeit lediglich vom Himmel stammte.
Am liebsten hätte er auch nun sie angefaucht, doch - er musste sich beherrschen - sie war unschuldig. "Es ist relativ, ob es momentan in Ordnung ist. Das Wichtigste ist, dass diese Stute das Gebiet verlässt. Glaube mir, sie ist nicht gut für die Mitglieder der Herde, nein, keinesfalls!"
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BeitragThema: Re: Herdenplatz   So Sep 05, 2010 11:03 pm

    » Courage, (Marjani & Saya) ♥
Nachdenklich folgte sie den Blicken des Hengstes zum Anlitz der fuchsfarbenen Stute, musterte ihren angespannten, schlanken Körper, ehe sie wieder Courage anblickte, vorerst nichts sagte. Für einen Moment sagte ihre Mimik nichts, sie sah ihn ausdruckslos an, ihre Augen, die sonst Geschichten erzählen konnten, waren matt, ehe sie ein enttäuschtes Seufzen verließ. "Verzeih mir", murmelte sie gerade noch so laut, dass Courage es hören konnte. Wieder hatte sie versagt. Sie hatte versucht, zu helfen, aber es war ihr wieder einmal nicht gelungen. Einerseits wusste sie nicht, was in ihm vorging, was der Auslöser für seine Gefühle war, womit Saya in so getroffen hatte. Sie musste zugeben, irgendwo verstand sie Courage auch, schließlich war die Araberstute in sein Gebiet einmaschiert und kam ihm dann auch noch patzig, anstatt sich respektvoll gegenüber dem Leithengt zu verhalten, aber andererseits war sie der Meinung, dass Courage sich nicht provozieren lassen brauchte. Er war ein so wunderbarer Hengst mit einem Charakter, den leider Gottes nicht jedes Pferd besaß.
Sie wendete den Blick ab, starrte den nassen Boden vor ihr an. Für den weiteren Moment blieb sie schweigsam, bis sie dann wieder mit vertrautem Blick zum Hengst sah. Saya musste doch irgendetwas in ihm ausgelöst haben, hatte einen anscheinend wunden Punkt in ihm getroffen, sonst würde er ihr wohl kaum versichern, dass die Stute nicht gut für sie wäre. Gerne würde sie mit Courage über seine Sorge sprechen, aber da wäre wohl kaum der richtige Zeitpunkt dafür, mal ganz abgesehen davon, dass dieser wunderschöne, atemberaubende Hengst ihr eigentlich fremd war und sie keinesfalls das Recht hatte, in seinem Privaten herumzugraben.
Gracidea überlegte, ob es nicht besser war, wenn sie nun verschwand, wobei sie eigentlich vorgehabt hatte, die Nacht hier zu verbringen, denn sie hätte ja nicht ahnen können, dass auf einmal so viele Pferde hier aufkreuzten. Auch wenn es gar nicht in die momentane Situation passte, so flüsterte sie ihm ruhige Worte ins Ohr. "Wenn du sie hier nicht dulden kannst, dann rate ihr zu gehen. Aber bitte lass nicht die Jenigen so nah an dich ran, die es keinesfalls verdient haben. Allein nicht durch ihr Verhalten und ihren mangelnden Respekt gegenüber anderen und erst recht gegenüber einem solch anmutigen Leithengst."
Abermals stupste sie den Hengst als freundschaftliche, vertrauenbringende Geste an, als sich dann wieder ein knappes Lächeln auf dem Gesicht der Rappschimmelstute bildete. Prüfende Blicke flogen herüber zu Saya, dann zu dem fremden Schimmel. Keinen Augenblick später sackte Gracidea auf alle viere - ihre Beine waren zu erschöpft, als dass sie noch Kraft weder Lust hatte, länger herumzustehen, zudem schmerzte ihre Wunde, so legte sie sich auf den Boden, jedoch nicht auf die Seite, wobei sie davon nun auch nicht noch nässer werden würde, sie war ohnehin schon durchgeweicht, wenn sie mal so darüber nachdachte..
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BeitragThema: Re: Herdenplatz   Mo Sep 06, 2010 12:19 pm

»Courage & Garcidea; [Saya]
Das geschundene Leib der Weißen zitterten am ganzen Körper und die so gut verheilten Narben fingen an höllisch zu Schmerzen, wie ein offenes Feuer, welches direkt ihre Haut berührte und diese in Brand setzte. Ihr Atem ging schwer und das Mädchen hatte noch Mühe sich auf den zierlichen und dünnen Beinen zu halten. Mühsam schleppte sich die Schimmelstute an einen kleinen See und zog vorsichtig einige Liter Wasser heraus. Ihr Körper schien durch das wenige Wasser auf zu leben und neu erwacht, wie Dornröschen nach ihrem jahrhunderlangem Prinzessinenschlaf. Leben schien in das blutleere Leib gedrungen zu sein und schon sah die Stute längst nicht mehr so geschunden aus wie einst vor dem Drunk aus dem See. Das unberührte Mädchen spürte die Blicke, welche ihr Leib durch bohrten und heftigst musterten. Für die Fremden schien sie wohl ein gefundenes Fressen und so zog sich die Reinweiße in sich selbst zurück. Einige sachte und sorgfältige Schritte machte sie noch auf das kleine Grüppchen zu, ehe sie verharrte und mit ihren großen Kulleraugen jedes einzelne Pferd ausgiebig musterte. Eine Füchsin schien Wut in dem Grauschimmelhengst kochen zu lässen und eine weitere Schimmlin versuchte den Grauen wohl zu beruhigen. Immer noch lebte Jani in dem Glauben, der Graue war der Leiter der kleinen Gruppe oder von dem verlassenen Herdengebiet und versuchte sich etwas auf zu bauen, was nicht dieser Welt entsprach. Schwer schluckte die Stute, als sie beschloss, einige Meter auf die Fremden zu zu gehen und einige Worte mit ihnen zu wechseln. Ihr altes Leben hatte in einer Höhle statt gefunden, welche nach Verwesung gerochen hatte und das alles hier roch frisch nach all den Düften der Natur. Ihr neues Leben schien unbezahlbar, so kostbar kam es der Weißen vor und sie würde es auf Händen tragen, als wäre es dünnes, zerbrechliches Glas, welches einen Wert von mehreren Millionen besaß. Mit jedem feinfühligen Atemzug kam sie der kleinen Gruppe näher und spürte die unbehagliche Wärme, die aus ihren Leibern strömten. Kalt war alles in dieser Nacht geworden und so bildeten sich hin und wieder kleine Atemwölkchen.
»Guten Tag.« flüsterte sie leise und zart in die Nacht hinein mit ihrer gebrechlichen Stimme. »Meinen sie, ich kann hier für eine Nacht bleiben?« Das junge Mädchen hoffte auf eine positive Antwort und wohl konnte man bei ihrem verletzten und geschundenen Leib wohl kaum etwas anderes als 'Ja' oder 'Natürlich' sagen. Gleichmäßig pochte ihr Herz und pumpte stets frischen Sauerstoff durch den ganzen Körper. Das Blut rann in einem einzigen Wettlauf gegen die Zeit und langsam schien sich das erschöpfte Leib des zierlichen Mädchens zu erholen, auch wenn ihr Blick noch leer und regelrecht glasig wirkte. Die Graue knickte zusammen, ließ den Kopf sinken und versuchte anscheinend in das Land der Träume und Fantasien zu kommen. Freundlich lächelte Marjani kurz, ehe sie in die vor Wut kochenden Augen des Hengstes blickte und erschrocken einen Schritt nach hinten machte. All das erinnerte sie wieder an das alte Leben, welches außer Rand und Band geraten war. Schnell ließ sie ihren Blick zu der Füchsin huschen und bemerkte wie abseits sie gestellt war. Die Weiße überlegte, ob sie sich zu ihr gesellen sollte, doch musste sie erstmal vernehmen, wie weit ihr Glauben zu dem Hengst gereicht hatte. Zitternd nahm die Jungstute all ihren Mut zusammen und drehte das schmale, edle Köpfchen wieder auf das Leib des Grauen zu, und blickte zu Boden, in die kochenden Augen konnte sie einfach nicht blicken.
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BeitragThema: Re: Herdenplatz   Mo Sep 06, 2010 2:13 pm

Gracidae Corage
(blöd das ihr sie einfach mal übersprunegn würde)

Saya sah den weißen an. Anscheinend war sie zu weit gegangen. Sie beobachtete nur den Hengst und merkte auch nicht das eine andere Stute kam. Ihr Nüstern waren weit gebläht. Ich habe Ahnung von was, was du nochnichteinmal gesehen hast,meinte sie. Dann schaute sie ihn freundlich an und bewegte ihre Ohren nach vorne. Naja wenn sie meinen ghe ich gerne aber nunja ich würde doch gerne hier bleiben,meinte sie und ließ ein lächeln blicken. Ihre Augen fingen leicht an zu leuchten. Tut mir leid das ich so übereagiert habe,meinte sie und sengte sein Haupt. Ihre Nüstern waren immer noch weit gebläht. Sie wollte den Hengst wierklich nicht so sehr verärgern doch sie war selber schuld. Es war nur bei den Wort Luzifer passiert. Vielleicht passte sie hier wierklich nicht rein aber hier kannte sie ja schon ein paar. Nja Saya rastete gerne schnell aus und es war halt ihr verhalten und der hengst hat es durch falsches verhalten dulden müssen. Sie senkte beschämt ihr Haupt.

(sorry hab pc verbot bin inner schule)
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BeitragThema: Re: Herdenplatz   Mo Sep 06, 2010 7:18 pm

Er spürte zwar die gutgemeinten Stupser der Rappschimmelstute, vernahm jene engelsgleiche Stimme und doch so fügte er sich nicht ihrem Wunsch, sich zu beruhigen. Selbst wenn Gracidea sehr wohl Recht hatte mit der Aussage, der Fremden zu raten, das Gebiet zu verlassen, so war er momentan nicht in der Verfassung ihr mit Freundlichkeit entgegen zu kommen, sodass er gänzlich die zuvor weit aufgerissene Klappe hielt. Lediglich schank er der Stute, deren Beine knickten, sodass sich ihr prächtiges Leib dem Boden hingab, besorgte Blicke um ihr Wohl, ebenso der Hauch Reue, sie beinahe ebenso angeschnautzt zu haben, wie die Füchsin, welche seine Blicker wieder einfing.
Sie hatte die Stimme erhoben, jene, die den kurz gelegten Laubsturm wieder aufwirbeln ließ. Ihre Mimik schien verändert, ebenso die Gesten, die er ihm zu verstehen gab. Ihre sichelförmigen Ohren waren gespitzt, ihre Augen funkelten freundlich, ob dies Fassade war oder nicht, dies konnte Courage nur erahnen und doch, so war es letzendlich ihre Entschuldigung, die die Blätter aus dem Sturme riss. Obgleich noch immer Chaos in ihm zu herrschen schien, so waren die Blätter seiner Ordnung wieder hinabgelegt, die Zeit, um sie wieder anzuordnen, eröffnet. Er schätzte es, wenn sich Tiere des weiblichen Geschlechtes entschuldigten, denn, dies war bei jenen oftmals der Fall, hatte er kaum je Reue auf dem Antlitz einer Stute erkannt, die sich für ihr Verhalten entschuldigte. Sie sah ihre Fehler ein - so schien es - und so wollte er ihr Gnade erweisen. Der kräftige Apfelschimmel schnaufte, schüttelte energisch das kantige Haupt, sodass selbst seine lange Mähne auf der verschwitzt scheinenden Stirn tänzelte.
Seine Augen richteten sich für Sekunden zum grasbewachsenen Boden, erkannten kleine, in der Sonne aufblitzende Topfen auf den Spitzen. Das Bild dieses Grases wirkte neben den des Hengstes nahe zu still, beruhigend, atemlos, wie man es werden konnte, beachtete man den kräftigen Apfelschimmel zu lange, würde man dort. Ein herrliches Seufzen würd einen entfleuchen, die Augen fröhlich erstrahlen unter den Gefühlen, die sich in einem aufbäumen lassen würden, allein, weil diese Ruhe sich in einem selbst absetzte. Nun, wie auch immer. Bei Courage setzte sich dennoch nichts ab.
Sein dunkle Augenpaar fixierte das der zierlichen Araberin, die den namen Saya trug. "Ich schätze deine Entschuldigung und doch, so bitte ich dich, nach gewisser Zeit das Gebiet zu verlassen. Du kannst dich hier ein wenig ausruhen, jedoch lediglich unter meiner Aufsicht." Es war ein Angebot und er hoffte, sie würde es annehmen, denn könne sie sich so mit der Rappschimmlin zusammenschließen und jener Sicherheit auf ihrer weiteren Suchte bieten. Ob die Füchsin jedoch Sicherheit für Gracidea darstellen würde, dies war ungewiss und er wusste, er würde sich verdammt schlecht fühlen, sie gehen zu lassen.
Im selben Moment jedoch schwand das schwere Gefühl auf seiner Seele, der Hoffnung, nun könne es erleichtert werden und doch so wurde es lediglich mit Balast beschwert. Welch Tal musste es sein, wo sie lebten, dass jede Fremde, die ihm unter die Augen trat, geschändet oder lediglich verwirrt in ihrem Denken schien?
Es war eine reinweiße Araberstute, die sich ihnen genähert hatte, unscheinbar wie ein Engel den Weg zu den in Streit schaukelnden Grüppchen aufgesucht hatte. Ob sie es bereuen würde, war ihre Entscheidung. Der Hengst war dem Glauben, sie müsse später jedoch keine Reue für jene Tat empfinden, denn war das Aufkreuzen in seinem Gebiet weniger schädigend.
Misstrauisch blickte er auf das Leib ihrer, verspürte Abneigung gegen jenes Tier, welches ihr dies getan hatte, ebenso für jene, die solche Taten überhaupt ausführten. Seine Augen umfuhren ihren zierlichen Körper, umschlungen ihn sacht, sodass sie nicht bangen brauchte, er würde sie zu sehr einengen, sodass ihr keine Luft mehr in den Lungen bleiben würde. Noch immer kochte sein Körper vor Wut und doch so wurde es ein wenig von der Besorgnis - auch um diese Stute - ausgeglichen.
Er nickte ihr zu, konnte bei dieser Begegnung jedoch nicht unter Zwang lächeln, es wäre zu anstrengend gewesen. "Guten Tag." Noch ehe sie sich vorstellte oder des Ähnlichen, stellte sie abrupt ihren Wunsch. Kurz fragte sich, ob er denn sowas wie ein Pflegeheim für Fremde war, ehe er zaghaft lächelnd versuchte, ihre Antwort zu bejahen. "Du darfst hier eine Nacht verbringen, jedoch nur, wenn du dich mir vorstellst. Ich muss nur sicher sein, dass du kein Mitglied einer anderen Herde bist." Irgendwann, wenn die Herde wachsen würde, würde er wachen aufstellen, jawohl. Wachen, die Fremde aufhielten, die lediglich zum Schlafen hier ein Örtchen suchen. Er wollte keine Übernachtungsstätte führen, es war eine Herde, eine Familie. Nun jedoch, wo der Anfang der Herde nicht einmal bewältigt war, zeigte er sich gnädig, denn waren diese Tiere, so wie es schien, alle jung und Jungtiere wies er gewiss nicht ab.
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BeitragThema: Re: Herdenplatz   Mo Sep 06, 2010 9:59 pm

    » Courage, Marjani & Saya
[Ich glaub, ich werde Gracidea mal rausziehen, hab morgen ert ab 21 Uhr Zeit und möchte euch nicht aufhalten, wenn ihr möchtet bringe ich sie später wieder rein, aber erstmal ist es mir doch etwas zu voll *g* bitte nicht böse sein <3]

Gracidea musste zugeben, dass sie sichtlich überrumpelt von dem Auftauchen der fremden Pferde war. Ein Seufzen verließ die junge Rappschimmelstute abermals, sie stand wieder auf, ein freundliches Lächeln zierte ihre Lippen. "Bitte nehmt es mir nicht übel, aber ich denke, ich sollte einen ruhigeren Ort suchen, um mich zu erholen.", sagte sie im höflichen Ton, blickte die beiden Stuten noch einmal verabschiedend an, sah dann zu Courage, nickte ihm zu, ehe Gracidea im schwerfälligen, trägen Galopp verschwand.
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BeitragThema: Re: Herdenplatz   Di Sep 07, 2010 2:01 pm

Courage und die anderen


Saya sah den Hengst mit schief gelegten Kopf an. Ich dneke ich werde sofort das Gebiet verlassen!,meinte sie und setzde sich in Bewegung um das Gebiet zu verlassen. Sie shcnaubte und trabte elegant an.

---> weg

(sie wird mal schaun welche info sie bekommt und wird es couragwe dann sagen ^^)
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BeitragThema: Re: Herdenplatz   Di Sep 07, 2010 2:13 pm

»Courage.(:
Alles war still und nur eine in den Blättern versteckte Nachtigall gab einige Singlaute von sich. Der Wind rauschte durch die Blätter und das Wasser spiegelte flach und zart den hell scheinenden Mond. Es würde eine stille Nacht ohne jedes Gewitter oder jeden Regenfall geben, klar und mit Sternen beleuchtet zeigte sich der Nachthimmel von seiner besten Seite und hatte wohl sein teuerstes Nachtgewand an. Der Atem ging gleichmäßig im Takt mit dem Herzen und das reinweiße Mädchen genoss die sensible Ruhe, dieses Herbstabends. Jede Nacht war einzigartig und man kann sie auf ihre Art fabelhaft genießen und Marjani hatte gelernt alles von ihrem neuen Leben zu schätzen, zu ehren und vor allem aber zu genießen. Zu sehr war sie in ihrem alten Leben in sie eingengangen und hatte nicht gelebt, war in sich selbst versunken und in dem meterhohen Wasser ertrunken. Das Wasser ihres Vaters, sein Druck, seine Qual, seine Anwesenheit. Schwer schluckte die zarte Elfe im weißen Kleid und hätte sich ohrfeigen können, dass sie es immer noch nicht richtig schaffte, die Vergangenheit ruhen zu lassen und das neue Leben auf blühen zu lassen. Schwer erschien ihr die Aufgabe und unerreichbar das weit entfernte Ziel. Nebel wabberte leicht füßig über das Gebiet und schien einen kleinen Tanz auf zu führen. Das dicke Nebelgewand zog sich zu einer Fratze und es kam der Schimmlin so vor, als wolle es sich den Pferden anpassen und ihnen gleich sehen, nichts ausgestoßen werden, sondern auch dabei sein in ihrer unvorhandenen Familie. Mitleidig blickte Jani den beiden Stuten hinter her und wagte es die eisige Stille der Herbstnacht zu brechen, sie zerschnnitt das seiderne Tuch in der goldenen Mitte. »War ich es ? Hab ich sie beide verscheucht ?« fragte sie schüchtern und verletzt. Die Tränen schossen in ihre Augen und ließen diese noch glasiger als zuvor wirken. »Ähmm ja klar, ich bin Marjani. Ich kenne das Tal eigentlich nicht und suche hier mein neues Leben. Wie heißt das Tal, Fremder ?« Das Mädchen hatte nicht vor den Hengst nach seinem Namen zu fragen. Langsam würde sie alles auf sich zu kommen lassen und vielleicht würde ihr irgendwann das neue Leben in die geöffneten Arme springen. Die Hoffnung stirbt zuletzt auch bei der kleinen, weißen, geschundenen Fee. »Wie heißt ihre Herde, Unbekannter ?« Immer wieder ging sie darauf ein, dass sie sich noch nicht kannten, um ihn indirekt zu fragen, wie sein Name lautet. Klug war die Weiße, auch wenn sie immer willig alles aufgeführt hatte, was der Vater von ihr verlangt hatte. Müde und erschöpft schloss sie die Kulleraugen, doch beide Ohrmuscheln waren in die Richtung des Grauschimmels gedreht. Weich gebettet und in einer reinen Perfektion lagen die Wimpern auf einander und ergaben ein ebenmäßiges Abbild. Die kleine, geschundene Koralle.
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Courage
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BeitragThema: Re: Herdenplatz   Do Sep 09, 2010 5:12 pm

Marjani. =) ;
Saya sowie Gracidea hatten sich vom Herdengebiet entfernt, nahmen mit sich das Unwetter, welches das Gemüt des Grauen zuvor auf tiefste gereitzt hatten. Die Sonne durchbrach einige der Wolken, die noch immer trostlos das Blau verhangen, es düster und matt wirken ließ. Die Nässe, die sich auf seinen gesamten Fell abesetzt hatte, hätte nun die Chance, sich von ihm zu reißen. Noch schien die Feuchtigkeit, die im ganzen Gebiet erkennbar war, nicht geschwunden. Er seufzte, betrachtete die Helle, deren Fell trotz der Zustände regeltrecht rein schien, eine Wäsche, wie es Courage hätte sie benögtigt, hätte bei ihr nichts gebracht. Selbst wenn Wunden das wunderschöne Bild erschütterten, so schien kein anderer Makel auf dem Engel vorhanden, außer halt jener, der ihm gerade in das Auge stach, den sachten Hauch Besorgnis in seinen Augen auffunkeln ließ. Vermutlich war er zu fürsorglich. Vermutlich hatte das Familienleben ihn das Gefühl gegeben, für alle verantwortlich zu sein.
Die Engelsgestalt sprach und obgleich es ihn hätte beruhigen sollen, dass jene noch dazu die Kraft besaß, so ließ es ihn nur noch mehr Mitleid für dieses Tier empfinden. Armes Ding, schoss es ihn durch den Kopf, während er horchte welch Sorgen sie selbst auf dem Herzen trug. Er sah in die Richtung, wo es die Beiden hingetrieben hatte, schüttelte dabei zaghaft das kantige Haupt.
"Nein, ganz sicher nicht. Nichts gegen dich, aber ich glaube kaum, dass du irgendwen verscheuchen könntest. Siehe es ruhig als Kompliment", gab er ihr mit freundlichen, willkommenden Lächeln zu verstehen. Selbst über ihre grobe Art zu sprechen, über die geringe Unhöflichkeit, die durch die Lüfte flog, sah er hinweg. Sein Blick glitt wieder auf ihr unschuldiges Antlitz.
"Das Tal? Das nennt man -folgt-" Und wieder, schon wieder benannte sie ihn nach einem Unbekannten, dabei hatte er gedacht, - bei all dem Gezanke - er hätte sich auch bei ihr vorgestellt. "Du kennst meinen Namen nicht, nicht wahr? Aber du tust wissen, dass ich hier ein Leithengst bin?" Einer seiner imanigären Augenbraunen zog sich in die Höhe, das Fragezeichen, das sich in ihm bildete zeigte sich nun ebenfalls nach Außen.

tut mir leid - irgendwie aus dem play gekommen
ignorier die fehler :'D


Zuletzt von Courage am Do Sep 09, 2010 8:04 pm bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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